Apple AirPods In-Ear-Kopfhörer

Apple ist das wertvollste Unternehmen der Welt und konnte in der Vergangenheit nicht nur mit dem iPhone eine Vielzahl von Käufern überzeugen. Auch wenn Apple das wertvollste Unternehmen der Welt ist, ist es weniger dafür bekannt technischer Vorreiter zu sein. Wird jedoch bestehende Technik in Apple-Produkte integriert, so geschieht dies meist so, dass diese Produkte von A-Z durchdacht sind und sie eine einzigartige Erfahrung für den Benutzer bieten. Diese Aussage trifft auch bei den Apple AirPods zu. Kopfhörer in der Art der AirPods gibt es durchaus auch von anderen Herstellern, bereits länger als es die AirPods von Apple gibt. Apple hat also auch in diesem Fall wieder eine bestehende Technik aufgegriffen. Ob es Apple auch gelungen ist diese bestehende Technik zu perfektionieren, wird in diesem Testbericht geklärt.

Tragekomfort und Klang der AirPods

Zum Thema Komfort gehört bei Kopfhörern nicht nur, wie sie sich tragen lassen, also ob sie bei längerer Tragedauer drücken oder hin und her rutschen, sondern auch der ganze Prozess der Benutzung. Zunächst ist es wichtig, dass alle hier erklärten „Komfortfunktionen“ nur mit einem iPhone oder iPad mit iOS 10 oder neuer, wie beschrieben funktionieren und nicht mit einem Android Smartphone oder iPhone bzw. iPad mit iOS 9 oder älter.

Die AirPods gleichen in Form und Ausgestaltung den, der bereits seit Jahren existierenden EarPods. Die AirPods sehen aus wie EarPods, bei welchen man das Kabel abgeschnitten hätte.

Wer also bereits einmal Erfahrungen mit den kabelgebundenen EarPods gesammelt hat, wird in Bezug auf Tragekomfort und Klang keine Wunder erleben. Diese Tatsache muss man jedoch nicht als etwas Schlechtes bewerten. Die AirPods verfügen wie die EarPods über einen soliden, ausgewogenen Klang. Sie liefern einen Klang, den man auch mit verschiedensten Musikgenres sehr gut anhören kann. Egal ob Techno mit vielen Bässen, Heavy Metal mit E-Gitarren oder Podcasts mit überwiegend Sprache, der Klang ist stets ausgewogen, auch wenn audiophile Menschen dabei keine Höhenflüge erleben werden.

In puncto Halt in den Ohren sitzen die AirPods noch ein wenig besser als die bereits etablierten EarPods. Dies ist auf das fehlende Kabel zurückzuführen. Das Kabel war immer etwas, was an den EarPods gezogen hat oder sich irgendwo verhakt hat, sodass bei jeder Kopfdrehung die EarPods etwas weiter aus dem Ohr gerutscht sind. Dies ist bei den AirPods deutlich besser geworden. Auch schnelle Kopfbewegungen oder Erschütterungen beim Gehen, sind für sie kein Problem. Zur Frage, ob die kleinen Kopfhörer von Apple auch für den Sport geeignet sind, gibt es ein klares „jein“ als Antwort. Bei einer Sportart, bei der man viel schwitzt und der Schweiß durchaus auch in die Ohren läuft, versagen die AirPods und rutschen aus dem Ohr. Bei anderen, gediegeneren Sportarten wie z.B. Nordic-Walking oder ähnliche, ohne große Schweißproduktion, ist der Halt kein Problem.

Technische Ausstattung

Die AirPods sind federleicht. Einer wiegt gerade Mal 4 Gramm. Das im Lieferumfang enthaltene Ladecase wiegt 38g und kann den Akku der AirPods ca. fünf Mal aufladen. Die Wiedergabedauer pro Ladung beträgt ca. 5 Stunden. Mit den zusätzlichen Ladungen stehen etwas mehr als 24h Spielzeit zur Verfügung.

Viele, die schon einmal einen Bluetooth-Kopfhörer mit ihrem mobilen Endgerät verbunden haben, kennen den teilweise recht umständlichen Prozess des Koppelns. Bei anderen Geräten ist es da teilweise so, dass man verschiedene Knöpfe drücken muss und dann noch zusätzlich Zahlencodes eingeben muss. All diese Schritte entfallen gänzlich bei den Airpods. Alles, was zu tun ist, ist das Lade-/Aufbewahrungscase in der Nähe des iPhones aufzuklappen. Wenige Augenblicke später erscheint ein Dialogfeld mit einer Darstellung der AirPods und des Ladecase. Alles, was noch zu tun ist, ist auf den Koppeln-Button zu drücken um die Bluetooth 4.2 Verbindung herzustellen. Diese einfache Art die Kopfhörer zu koppeln ist dem neuen W1 Chip aus dem Hause Apple zu verdanken. Verfügt das Apple Gerät über eine iCloud Anbindung so erscheinen die AirPods nach dem Koppeln bei allen Geräten die über iOS 10 oder höher verfügen und bei dem gleichen iCloud Account angemeldet sind.

Testbericht

Vor- und Nachteile

  • gute Tonqualität
  • lange Akkulaufzeit
  • leicht aufzuladen
  • sehr einfacher Koppelprozess
  • sehr gute Sprachqualität bei Telefonaten
  • guter, ausgewogener Klang
  • keinerlei Störgeräusche
  • Umweltgeräusche lassen sich noch wahrnehmen
  • kein drücken bei längerem Tragen
  • Case verfügt über Akku
  • das Aussehen ist gewöhnungsbedürftig
  • komplettes Feature-Set nur mit Apple-Geräten
  • teilweise schlechter Sitz
  • nicht spritzwassergeschützt
  • Sport bedingt möglich
  • u.U. leicht zu verlieren

Fazit

Grundsätzlich kann man sagen, dass die Apple AirPods tolle Bluetoothkopfhörer sind. Auch in diesem Fall, schafft es Apple eine bereits am Markt etablierte und bewehrte Technik zu perfektionieren. Die komfortable Einrichtung und das benutzerfreundliche Handling der AirPods geben ihnen den letzten Schliff. Der Klang der AirPods ist stark an die der EarPods angelehnt, das gilt ebenso für den Halt der AirPods im Ohr. Wobei wir damit auch schon beim einzigen Kritikpunkt der AirPods währen, dem Halt. Die AirPods halten besser im Ohr als die EarPods aber noch nicht perfekt. Der Halt der AirPods könnte problemlos durch ein anderes Oberflächenmaterial verbessert werden. Nicht umsonst gibt es bei den einschlägig bekannten Onlineshops schon kleine Silikonhüllen für die AirPods zu kaufen, die den Halt noch mal verbessern sollen. Ein Kopfhörer mit sensationellem Handling und ausgeklügelter Technik aber leichten Schwächen.

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  • gute Tonqualität
  • lange Akkulaufzeit
  • leicht aufzuladen
  • sehr einfacher Koppelprozess
  • sehr gute Sprachqualität bei Telefonaten
  • guter, ausgewogener Klang
  • keinerlei Störgeräusche
  • Umweltgeräusche lassen sich noch wahrnehmen
  • kein drücken bei längerem Tragen
  • Case verfügt über Akku
  • das Aussehen ist gewöhnungsbedürftig
  • komplettes Feature-Set nur mit Apple-Geräten
  • teilweise schlechter Sitz
  • nicht spritzwassergeschützt
  • Sport bedingt möglich
  • u.U. leicht zu verlieren